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Die Ausbildung zum Tauchlehrer (Diving Instructor)

Der Beruf des Tauchlehrers ist für viele ein Traumberuf. Er bietet eine der wenigen Möglichkeiten, sein Hobby zum Beruf zu machen und bietet dabei auch noch die Chance, an den besten und schönsten Plätzen der Welt zu Tauchen und zu leben, wie den Malediven, Ägypten, Thailand oder in der Karibik.

Allerdings ist in vielen Ländern die Goldgräberstimmung in Sachen Tauchlehrer allmählich vorbei. Ich erlebe das selbst gerade in Thailand, wo die Tauchbasen wegen steigender Mieten und Restriktonen, immer weiter vom Strand zurück gedrängt werden.

Trotzdem wollen wir uns hier kurz damit befassen, wie man eigentlich Tauchlehrer wird.

Um Tauchlehrer oder Diving Instructor zu werden, muß man, egal bei welchem Verband man ist, erst einmal alle darunter liegenden Tauchkurse absolvieren. Bei PADI sind das alle Kurse bis zum Dive Master Level, bei anderen Verbänden ist das der Gold Taucher, 3 Sterne Taucher oder Assistant Instructor.

Zusätzlich braucht man noch einen Erste Hilfe Kurs (mit HLW), der in der Regel nicht älter als ca. 6 Monate sein darf. Normalerweise ist dieser Kurs schon für den Rescue oder Dive Master Kurs vorgeschrieben. Wenn diese schon länger zurück liegen, muß man ihn noch einmal neu machen.

Desweiteren ist zur Zertifizierung als Tauchlehrer, auch eine bestimmte Anzahl an absolvierten Tauchgängen erforderlich, die per Logbuch nachgewiesen werden müssen. Je nach Verband oder Organisation kann die Zahl hier zwischen 60 und 150 Tauchgängen schwanken.

Wenn man dann alle Voraussetzungen erfüllt, kann man sich zum Tauchlehrer Lehrgang (IDC) anmelden. Bei PADI® dauert so ein IDC (Instructor Development Course) ca. 7 - 10 Tage, gefolgt von einer zweitägigen Prüfung, wo man zunächst eine schriftliche Prüfung (aus allen Bereichen der Tauchtheorie) absolvieren muß. Dann folgt noch je eine Lehrprobe im Klassenraum, im Pool und im Freiwasser, wo man selbst bereits als Ausbilder fungiert und die anderen Kandidaten die Tauchschüler spielen.

Im Pool und im Freiwasser werden dabei vom Prüfer auch Fehler eingebaut, auf die der Tauchlehrer anwärter richtig und sicher ragieren muß.

Vor und nach den Pool & Freiwasser Lektionen, muß außerdem noch ein Briefing und Debriefing durchgeführt werden, das ebenfalls nach bestimmten Vorgaben zu erfolgen hat und bewertet wird.

Für alle Tauchlehrer Lehrgänge, egal bei welchem Verband, gilt außerdem die Regel, dass hier niemandem mehr das Tauchen oder irgendwelche Übungen beigebracht wird. Diese müssen bereits zu Beginn des Lehrgangs zu 100% und in Vorführquallität sitzen und werden nur noch abgefragt.

Was kostet so ein Tauchlehrer Lehrgang?

Die Kosten für einen Tauchlehrer Kurs können recht unterschiedlich ausfallen, je nachdem wo und wie der Kurs durchgeführt wird. Ich empfehle den IDC dort zu machen, wo er an einem Stück, also an aufeinander folgenden Tagen durchgeführt wird, auch wenn damit oft noch zusätzliche Kosten für Verpflegung und Unterkunft verbunden sind. Zusätzlich zu den Kursgebühren benötigt jeder Kandidat auch noch die komplette Tauchausrüstung sowie alle schriftlichen Unterlagen (Instructor Manual) und diverse Bücher, die zur Ausbildung benötigt werden.

In Thailand liegen die Preise für einen einfachen PADI IDC im Frühjahr 2016 bei ca. 1000 Euro und die zweitägige Prüfung kostet nochmal ca. 513 Euro. (Umgerechnet von THB bzw. AU$).

Dazu können aber noch weitere Kosten kommen, wenn das Instructor Rating gleich zu Beginn aufgestockt werden soll. So werden zum Beispiel IDC - Vorbereitungskurse angeboten, sowie die Ausbildung zum EFR (Erste Hilfe) Instructor oder zum Master SCUBA Diver Trainer (Open Water Instructor + 5 Spezialkurse).

Wer noch weiter auf der Karriereleiter bei PADI nach oben steigen will, kann sich hier noch die Seite zu den Weiterbildungsmöglichkeiten für Tauchlehrer durchlesen.