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Tauchphysik

Hier wollen wir uns ein wenig mit den Grundlagen der Tauchphysik befassen. Die Tauchphysik beschränkt sich für Einsteiger hauptsächlich auf das Verständnis des Zusammenwirkens von Wassertiefe und Druck, welcher mit zunehmender Wassertiefe ansteigt und dadurch Auswirkungen auf die Hohlräume in unserem Körper (Lungen, Ohren, Stirnhöhle, Mund & Nasennebenhöhlen) und an unserer Tauchausrüstung (Maske) hat.

Ein weiterer Punkt der Tauchphysik, ist das Gesetz des Archimedes, das von den Auswirkungen der Wasserverdrängung des Körpers, also auf Auftrieb und Abtrieb beim Tauchen handelt.

Sie dazu auch: Auftriebskontrolle beim Tauchen

Das Verstehen dieser beiden Hauptpunkte der Tauchphysik, macht es uns später beim praktischen Tauchen wesentlich einfacher, etwa den Druckausgleich in Maske und Ohren oder die Auftriebskontrolle mit dem Tauchjacket und dem Bleigürtel zu verstehen und durchzuführen. Es sind außerdem die Voraussetzungen für sicheres Tauchen.

Hier ein grafischer Überblick über die Tauchphysik: Man sieht zunächst (links) die Auswirkungen der zunehmenden Tiefe auf den Umgebungsdruck und die Druckverdoppelung, die zwischen der Oberfläche und einer Tiefe von 10 Metern stattfindet. Das nächste Mal verdoppelt sich der Druck erst wieder zwischen 10 Metern (2 bar) und 30 Metern (4bar). Eine weitere Verdoppelung würde erst wieder bei 70 Metern Tiefe (8 bar) stattfinden.

Tauchphysik Überblick

In der Mitte der Grafik ist die Auswirkung des Drucks auf ein geschlossenes Luftvolumen dargestellt. Ein Luftballon der an der Oberfläche ein bestimmtes Volumen hat, wird immer kleiner mit zunehmender Tiefe. Umgekehrt würde ein Ballon, der auf Tiefe aufgeblasen wird, auf dem Weg nach oben zur Oberfläche immer größer, bis er evtl. platzt.

Ganz rechts dann noch die Auswirkungen des Drucks auf den Luftverbrauch und die daraus resultierende, theoretische Tauchzeit. Würde eine Flaschenfüllung an der Oberfläche für 1 Stunde ausreichen, blieben davon auf 10 Metern nur noch 30 Minuten usw. Sie dazu auch das Kapitel Luftverbrauch beim Tauchen.

Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es darum geht, die Ausbildung zum Divemaster oder Tauchlehrer zu machen, wird auch die Tauchphysik etwas komplizierter. Da wird dann mit dem genauen Gewicht von Süß oder Salzwasser gerechnet oder man muß ausrechnen können, welche Luftmenge ein Hebesack benötigt, um zum Beispiel einen Aussenbordmotor aus einer bestimmten Tiefe zu heben.