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Wer darf, kann, sollte das Tauchen lernen?

Tja und wer eigentlich nicht?
Grundsätzlich kann eigentlich jeder, der körperlich einigermaßen fit ist seinen Tauchschein machen. Für die Teilname an einem PADI Kurs beispielsweise muß jeder Teilnehmer vorher einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen.

Die Entscheidung ist dann einfach: Wer in dem Fragebogen alle Fragen mit einem "Nein" beantworten kann ist gesundheitlich fit fürs Tauchen. Wer auch nur eine dieser Fragen mit "Ja" beantworten muß, der muß zumindest erst mal zu einem Arzt.

In dem Fragebogen befinden sich Fragen zum Alter, zum Zigaretten und Alkoholkonsum, zu Herz, Lungen und Kreislauferkrankungen jeglicher Art, Knochen und Rückenbeschwerden, Allergien, Diabetes und einiges mehr. An psychischen Aspekten spielt beim Tauchen eigentlich nur die Platzangst eine tragende Rolle.

Die normale Untersuchung für leichte Beschwerden kann normalerweise der Hausarzt machen, jedoch sind viele Ärzte auch mit speziellen Fragen zur Tauchmedizin überfordert. Da kommen dann Leute in den Shop die haben auf ihrer Tauchsportärztlichen Bescheinigung etwa stehen: "Keine Bedenken bis zu einer Tiefe von 10 Metern"

Man kann davon ausgehen das der Arzt hier nicht so richtig wußte was er tat, denn die körperliche Belastung auf Lunge und Kreislauf, ist auf Grund des großen Druckunterschiedes auf den ersten 10 Metern am größten.
Wer ernsthafte Bedenken bezüglich seines Gesundheitszustandes hat, sollte auf jeden Fall zu einem Facharzt für Tauchmedizin gehen und sich dort untersuchen lassen.

Einige Länder schreiben sogar eine Tauchsportärztliche Untersuchung vor, wie etwa die Inselrepublik der Malediven.

Es gibt jedoch auch einige weitere psychische Aspekte. Wer das Tauchen lernen will, der sollte es auch wirklich wollen! In früheren Jahren, als die Tauchausbildung noch ein bißchen härter und militärischer war, war das die Regel und eine der Voraussetzungen. Heutzutage gehört es aber schon einfach zum normalen Lifestyle, daß jeder "Ottonormalverbraucher" auch seinen Tauchschein haben muß.

Da kriegt man dann als Tauchlehrer schon mal Panikanfälle wenn da wieder ein Päärchen in den Tauchshop kommt und einer der beiden sagt: "das ist mein Mann (oder Frau) und der möchte seinen Tauchschein machen". Eigentlich will er oder sie das aber gar nicht und stimmt nur dem Partner zu liebe zu. Da sind dann solche Leute bei, die im Schimmbad schon Probleme kriegen wenn sie nur mal den Kopf (mit Maske & Atemregler) unter Wasser halten sollen und schießen gleich wie eine Rakete bis zum Bauchnabel aus dem vielleicht brusttiefen Wasser.

Andere Menschen, die oft schon seit Jahren davon träumen einmal etwas länger unten bleiben zu können und das Gefühl der Schwerelosigkeit zu erleben, haben diese Probleme eigentlich nie, ebensowenig wie ambitionierte Schnorchler die schon ein paar Urlaube mit dem Kopf unter Wasser verbracht haben.

Ich will damit nicht sagen daß die erstgenannte Gruppe die Finger ganz vom Tauchen lassen soll, denn mindestens 80% von denen schließen ihren Tauchschein auch mit Erfolg ab aber man sollte es vielleicht erstmal nur mit Schnuppertauchen im Schwimmbad versuchen um zu testen, wie es denn ist, den Kopf unter Wasser zu halten und auch noch von einer "Maschine" zu atmen. Viele Tauchschulen in den Urlaubsgebieten bieten dieses Schnuppertauchen im Hotel Pool kostenlos an, oft sogar täglich und den ganzen Tag über.